Sommerakademie 2024

Beschreibungen der Workshops am Do/Fr

Workshop 1 (E)
Therapie der Gesten
Die Integration psychophysischer Ansätze aus Theater und Therapie in die Traumabehandlung
Dr. Jean-François Jacques

Die Therapie der Geste ist ein eigens entwickelter methodischer Ansatz, der über Verkörperung ermöglichen soll, Ausdrucksformen, Muster und Symptome zu überwinden und aufzulösen, die aus posttraumatischem Stress, Beziehungs-, Entwicklungs- oder komplexen Traumata resultieren. Es handelt sich um eine vom Theater inspirierte Form der Traumatherapie, die auf Theater, Schauspiel, Neurowissenschaften und somatischer Psychologie basiert.
Dieser Workshop wird die Teilnehmenden in diesen eigens entwickelten integrativen psychophysischen Ansatz zur Traumabehandlung einführen, der darauf abzielt, Erkenntnisse und bewährte klinische Praxis aus einer Reihe von Richtungen der somatischen Traumaarbeit zu integrieren, v. a. Somatic Experiencing, Sensomotorische Psychotherapie und Polyvagal-Theorie, sowie Erfahrungen aus Theaterkonzepten, bei denen die Verbindung zwischen Körperlichkeit und innerem Gefühlsleben betont wird, insbesondere die Lehre des Schauspielers und Regisseurs Michael Tschechow und das Konzept der psychologischen Geste.
Der Workshop wird sich in zwei Teile gliedern. Im ersten Teil geht es um die Psychophysiologie und Neurobiologie von Trauma sowie um körperbasierte Behandlungsansätze. Der zweite Teil befasst sich mit der Frage, wie eine psychophysische, vom Theater ausgehende Traumatherapie aussehen könnte. Die Teilnehmenden werden die Möglichkeit haben, die verschiedenen Phasen dieser körperorientierten Praxis zu erfahren und wie sie zusätzliche Ressourcen zur Verfügung stellt, um die körperorientierte Heilung von Traumata zu ermöglichen und zu unterstützen.

Workshop 2 (E)
Heilende Geschichten
Über ein Volksmärchen unseren eigenen Lebensweg finden
Prof. Dr. Mooli Lahad

Der Workshop wird untersuchen, wie ein Volksmärchen ein Auslöser für eine innere Suche und einen Prozess der Heilung und Entdeckung sein kann.

Workshop 3 (D)
Trauma und Spiritualität
Ingrid Lutz

„Es gibt nichts auf der Welt, das einen Menschen so sehr befähigt, äußere und innere Krisen zu überwinden, als das Bewusstsein, einen Sinn, eine Aufgabe im Leben zu haben, die größer ist als man selbst.“ (Viktor E. Frankl)

Traumatische Erfahrungen bringen den Menschen real oder gefühlsmäßig in Todesnähe, konfrontieren mit unfaßbarem Leid und bisher Unvorstellbarem. Diese emotionale Erschütterung, die einhergeht mit dem Zusammenbruch des gesamten Weltbilds und bisheriger Sinnzusammenhänge führt oft -bewußt oder unbewußt- zu einer tiefgreifenden Auseinandersetzung mit existentiellen Grundfragen wie: „Warum bin ich auf dieser Welt? Was ist der Sinn des Ganzen? Gibt es einen Sinn?“
Die dissoziative Erfahrung und deren therapeutische Aufarbeitung öffnet auch häufig für andere Wahrnehmungsdimensionen und ermöglicht Zugang zu psychischen Kräften, die jenseits des üblichen Personalen sind. Das kann bisher nicht für möglich gehaltene Wege zu einer heilenden Integration der traumatischen Erfahrung in die eigene Lebensgeschichte eröffnen.
Spiritualität kann für traumatisierte Menschen aber auch als Zufluchtsraum dienen, um einem leidvoll erlebten Leben zu entfliehen und in einem ‚spiritual bypassing‘ die traumatischen Wunden und unvollendeten Entwicklungsaufgaben zu umgehen oder zu vermeiden.
Dieser Workshop versucht praktisch und theoretisch den schmalen Grat zwischen diesen Möglichkeiten auszuloten. Für die Trauma-Arbeit anwendbare Methoden aus der Theater- und Hypnotherapie ermöglichen, diese Fragen mit achtungsvoller Empathie so aufzugreifen und nutzbar zu machen kann, dass Klient:innen wirksam unterstützt werden können, ihren eigenen Weg zu entwickeln und ihr „schlummerndes“ Wissen darüber zu aktivieren, wie sie die Fragen einer Transzendierung ihres Ich-Erlebens in größere Zusammenhänge hinein für sich beantworten können.
Wir werden auch der Frage nachgehen, wie Theaterherapeut:innen die eigene Haltung zu spirituellem Sinn in der therapeutischen Arbeit beachten und nutzen können um Raum für Entwicklung und Heilung zu schaffen.

Workshop 4 (D)
Der blinde Fleck in der Psychotherapie: Rassismus und seine Wirkung in der psychotherapeutischen Praxis
Lucía Muriel

Wenn wir in der Praxis auf Klient*innen mit Migrations- oder Fluchtbiografie treffen, bringen sie oft traumatische Erfahrungen mit Ausgrenzung, Diskriminierung und Angst mit. Bisher gibt es kaum belastbare Strategien, wie wir in der Therapie mit diesen Themen umgehen und mit welchen Bildern von Fremdheit und Befremdung sie uns konfrontieren. Therapie ist, was Rassismus betrifft, heute noch ein Spiegel der gesellschaftlichen Wirklichkeit: er wird verkannt, verleugnet, mit Scham überdeckt. Wenig ist wirklich über Rassismus bekannt, aber er ist überall. Wir wachsen mit ihm auf, bauen unser Wertesystem, unsere Glaubenssätze und Werteorientierungen auf ihm auf. Auf seiner Basis ordnen und gestalten wir zwischenmenschliche Beziehungen und Verhältnisse.
Dieser Workshop dient als allgemeine Einführung zu der relevanten Frage: Was machen diese blinden Flecke mit uns in der therapeutischen Arbeit?
In meinem Workshop werde ich auf die Kontinuitäten bestimmter (rassistischer) Bilder und auf Störungen und Wirkungen in der therapeutischen Beziehung eingehen. Die fünf Phasen zur Bearbeitung eigener eurozentristischer und rassistischer Denkmuster werden mit dem Ziel behandelt, unsere Eigenverantwortung im System zu begreifen und zu stärken. Wir werden uns mit den Überzeugungen befassen, die uns oftmals im Wege stehen, um ein Phänomen zu verstehen, das wir aufgrund gesetzter Privilegien nicht kennen, das aber für viele Menschen entscheidend auf deren psychische Gesundheit wirkt.
Dem oft schwierigen und belastenden Thema werden wir uns in einer Atmosphäre gegenseitiger Wertschätzung unserer Gemeinsamkeiten als auch Besonderheiten annähern. Die Befassung mit den aktuellsten Konzepten, praktischen Übungen und Reflexionsrunden in Kleingruppen wird uns dabei begleiten.

Workshop 5 (D)
Wo ist hier der Notausgang?
Ein Praxis-Workshop zu theatertherapeutischen Methoden und der Anwendung der Polyvagaltheorie bei Menschen mit Traumafolgestörungen
Gabriele Pekusa

Traumatisierte Menschen haben die prägende Erfahrung gemacht, dass plötzlich der ‘Boden einbricht’ und sie sich in einer Fallgrube wiederfinden, aus der es anscheinend kein Herauskommen gibt. Nichts scheint mehr möglich, denn Körper und Verstand sind in ihrem Zugang zu ihren Ressourcen blockiert. Instinkthaft gesteuerte Impulse übernehmen die Regie und es bleibt nur Erstarrung oder die Flucht in Vermeidungsstrategien.
Wie geht es raus aus dieser Not?
Vor dem Hintergrund der Theorie zum Polyvagalen Nervensystem werden praktisch mögliche Ausstiege aus dieser ‘Fallgrube’ erforscht.
Wir aktivieren gezielt das Körperwissen als den ‚Königsweg’ zur Resilienz, denn der Körper ist der Anker im Hier und Jetzt, versus dem Abdriften in die Vergangenheit. Ebenso ist er Speicher aller unbewussten Erinnerungen und der in jedem Menschen innewohnenden Heilungsintelligenz.
Im nächsten Schritt entwickeln wir Figuren aus dem Körperempfinden und finden darüber zu Rollen und zum theatralen Spiel. Im Schutz dieser ästhetischen Distanzierung, die spezifisch eingesetzte theatertherapeutische Methoden bieten, beschäftigen wir uns mit Möglichkeiten einer sicheren Annäherung und schrittweisen Bewältigung der erfahrenen Schrecken und ihrer Folgen.
Ein weiterer Fokus dieses Workshops ist der persönliche Umgang mit den Reaktionen von Flucht/Kampf und Erstarrung in der therapeutischen Beziehung und der diesbezüglichen therapeutischen Haltung.

Workshop 6 (D)
Krise und Paradigmenwechsel – die Schwelle erkunden
Heike Pourian

Wir Menschen befinden uns in einer Krise. In vielen parallelen Krisen. In einer Rundumkrise. Das ist nur noch schwer zu leugnen. Alles ist im Umbruch. Wir merken: So kann es nicht weitergehen. Grundlegende Veränderung tut not. Aber wie – ohne dass es mich völlig zerbröselt?
In diesem Workshop wenden wir uns dem Übergang zu, der Schwelle, dem „Raum zwischen den Geschichten“ (Charles Eisenstein). Wir verbinden die große gesellschaftliche Dimension mit dem ganz persönlichen Erleben. Wir ‘zoomen’ hin und her zwischen der Mikro- und der Makro-Ebene und erkunden:
Ich und Welt – wie bedingen sie sich?
Wie ist es, in diesen Krisenzeiten zu leben?
Was macht Angst und was Mut?
Wie ist es, ein System loszulassen, von dem ich erkenne, es ist in weiten Teilen lebensfeindlich, bietet mir aber immer noch Halt, Sicherheit uns Struktur?
Wo fühle ich mich orientierungslos, wo fest entschlossen,  wo einsam und wo in bester Gesellschaft?
Wie geht es, gut genährt und nicht angestrengt der Transformation zu dienen, die gerade mit großer Dringlichkeit geschehen möchte?
Was gibt uns – ganz basal und körperlich –  Sicherheit?
Unser Erkunden geschieht somatisch und beginnt im Spüren des satten Bodenkontakts. Dann verorten wir uns im Raum, bewegen uns rund um die Schwelle, verweilen, bezeugen unsere Nervensysteme, reflektieren das Erlebte und stellen unsere persönlichen Eindrücke in Beziehung zu unserem Wissen über strukturelle Gewalt und kollektives/transgenerationales Trauma.

Eine Grundlage für unser Sprechen und Zuhören bildet der Loop of Common Sense nach Daniel Auf der Mauer, ein Werkzeug der traumainformierten Konflikttransformation.

Workshop 7 (E)
Die Wunden der Geschichte heilen
Theatertherapie in der Friedensförderung und bei der Transformation historischer Traumata
Armand Volkas

Anhand persönlicher Erfahrungen und Narrative können Teilnehmende überlieferte, historische und kollektive Traumata, wie sie in Individuen, Familien, Gruppen und Gesellschaften zum Ausdruck kommen, erkennen und dekonstruieren. Mithilfe von Theatertherapie, Psychodrama, Soziodrama, Playback-Theater und kreativen rituellen Prozessen werden die Teilnehmende neue Werkzeuge entwickeln, die sie in ihre Praxis integrieren können.
Das Healing the Wounds of History Modell wurde von Armand Volkas entwickelt, einem Psycho- und Theatertherapeuten aus Berkeley, Kalifornien. Volkas ist der Sohn von Auschwitz-Überlebenden und Widerstandskämpfer*innen. Seine persönliche Auseinandersetzung mit diesem Erbe bewegte ihn dazu, sich mit den daraus erwachsenen Fragen auseinanderzusetzen: Themen um Identität, Viktimisierung und Täterschaft, Bedeutung und Trauer.
Mit praktischen Übungen, verbunden mit didaktischen Erklärungen des Modells, wird Armand Volkas die Teilnehmenden durch eine verkörperte Erkundung von Fragen führen: Wie integrieren Kulturen ein Erbe von Täterschaft oder Viktimisierung emotional? Wie können wir verhindern, dass Wut, Schuld und Scham einer Generation ein Volk über Generationen hinweg verfolgt? Der erfahrungsbasierte Teil des Workshops konzentriert sich auf die Anwendung von Healing the Wounds of History als Instrument für die Arbeit mit Einzelpersonen und Gruppen sowie für eine gesellschaftliche Einflussnahme.
Der didaktische Teil des Workshops wird eine theoretische Grundlage bieten für die Anwendung von Healing the Wounds of History bei der Verarbeitung persönlicher und kollektiver Traumata in verschiedenen kulturellen und klinischen Kontexten. Theatertherapie kann eine Brücke zwischen persönlichen und kollektiven Erfahrungen schlagen, Menschen helfen, komplexe Gefühle zu verarbeiten, tiefe Wunden heilen und die Geister der Geschichte zur Ruhe bringen.

Workshop 8 (E)
Das Spiel mit der Unheilserwartung in der anhaltenden Spannung des sich entfaltenden Unbekannten
Sensorisch fokussierte Developmental Transformations für Überlebende anhaltender territorialer Aggression in der Kindheit
Marc Willemsen

Viel ist über die heilende Wirkung des Spiels gesagt worden. Nachmanovitch stellt zum Beispiel fest:
Spielen bedeutet, uns von willkürlichen Beschränkungen zu befreien und unseren Handlungsspielraum zu erweitern. Unser Spiel fördert einen Reichtum an Reaktionen und flexibler Anpassungsfähigkeit. Dies ist der evolutionäre Wert des Spiels – Spiel macht uns flexibel“. Spielen gibt uns die Möglichkeit, uns von den gelebten Geschichten, die wir in uns tragen, bewegen zu lassen, sie umzuschreiben oder zu verwandeln, sie einzubeziehen und (weiter) zu integrieren oder sie loszulassen.
Was aber, wenn wir in der Kindheit anhaltende territoriale Aggressionen erlebt haben und das Territorium unseres persönlichen Besitzes, unseres Körpers, unseres Geistes, unseres privaten Fluchtortes, unseres persönlichen Raums, unseres psychischen Raums oder unseres Handlungsraums verletzt wurde? Ohne Schutz werden wir daran gehindert, ein Bewusstsein für subtile sensorische Informationen zu entwickeln und (intensive) Körperempfindungen mit Sicherheit, Geborgenheit und Selbstregulierung oder -beherrschung zu assoziieren. Dies führt im späteren Leben oft zu Depressionen, vermindertem Selbstwertgefühl, selbstzerstörerischem Verhalten und Beziehungen, die von Misstrauen, Entfremdung, Bindungsabbruch und Ausbrüchen geprägt sind. Wir können unter chronischer Angst leiden und in der immerwährenden Spannung des Lebens und seines sich entfaltenden Unbekannten unbewusst davon ausgehen, dass uns Schaden erwartet.
In diesem Workshop werden die Teilnehmenden eingeladen, die Möglichkeiten von sensorisch fokussierten, traumazentrierten Developmental Transformations zu erfahren – einem Improvisationsansatz, der auf dem Konzept des Playspace (Spielraum) aus der Arbeit von David Read Johnson basiert und mit Prinzipien der traumazentrierten Psychotherapie übereinstimmt. Wir werden den Wert des sensiblen Aufbaus eines Spielraums erforschen und uns dann mutig an die Ränder des Spielraums begeben, um im unscharfen Grenzbereich des Spielbaren und Unspielbaren zu interagieren. Ziel ist es, durch spielerische Interaktion gemeinsam Einsichten in die heilenden Kräfte dieser Art von Spiel für Überlebende von anhaltenden territorialen Aggressionen in der Kindheit zu gewinnen.

Donnerstag Abend

Online-Vortrag (D)
Kollektives Trauma im klimatischen Wandel: Wer oder was muss sich ändern?
Steffi Bednarek

Wie kommt es, dass wir in Therapiegesprächen so selten darüber reden, wie die kolossalen Veränderungen des Klimawandels, die uns bevorstehen, sich auf unsere Psyche auswirken und wie wiederum unsere Psyche die Welt verändert?
Trägt Psychotherapie automatisch zu einer besseren Welt bei oder gibt es Aspekte in unseren Theorien und unserer Praxis, die zu stark an ein krankes Gesellschaftssystem angepasst sind?Hat Psychotherapie etwas auf der sozio-politischen Ebene beizutragen oder sollen wir uns während einer globalen Krisenzeit weiterhin auf das individuelle Wohlbefinden von Einzelnen beschränken?
Dieses Seminar fragt nach der Rolle der Psychotherapie in einer Zeit, in der das Gewohnte nicht mehr ausreicht, um Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit zu finden.
Zu den Themen, die wir untersuchen werden, gehören:
– Schlafwandel im Anthropozän: Wer ist für das Aufwachen zuständig – Klient*in oder Therapeut*in?
– Klima-Angst, Dissoziation und kollektives Trauma: Klinische Diagnose oder Anpassung an eine kranke Welt?
– Häufige Bewältigungsstrategien
– Klinische Diskussion und Fallbesprechungen
– Die Rolle der Therapie jenseits der Einzeltherapie

Eine wesentliche Teilnahmevoraussetzung ist eine Offenheit, die eigenen Gefühle (oder die eigene Dissoziation) zum Klimawandel zu beleuchten.

Samstag

Vortrag (E)
The Healing Power of Playfulness and Imagination: A Novel Approach to the Treatment of Trauma
Prof. Dr. Mooli Lahad

Kollektive Intervention (E)
Historical Trauma: Whose Story Are You Carrying?
Armand Volkas

Samstag Abend

Film + Diskussion
„Bestimme selbst!“
Dokumentarfilm (Regie: Till Vormstein)

über ein interkulturelles Präventivprogramm zur Förderung der sexuellen Selbstbestimmung, dass Hendrik Fritzsche (Absolvent der ITT-Weiterbildung ‘Berlin VI’) und Camil El Khoury von der Landeskoordinierungsstelle für Queer Geflüchtete Menschen gemeinsam entwickelt haben.  www.instagram.de/bestimme.selbst
Im Rahmen dieses Projekts haben Hendrik Fritzsche und Andreas Seyfarth (beide Absolventen der ITT-Weiterbildung ‘Berlin VI’) ihr Praxisfeld absolviert: Ein Theatertherapie-Projekt, in dem sich geflüchtete und nicht geflüchtete Menschen gemeinsam mit dem Thema ‚Sexuelle Selbstbestimmung‘ auseinander setzen. Die Aufführung war eine künstlerische Intervention in der Ausstellung „Sprachlosigkeit – Das laute Verstummen“ in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Die Akteur*innen entwickelten in den Ausstellungsräumen eine Performance, die in Bezug zu ihren eigenen Erfahrungen steht. Damit wurde die Ausstellung als Prozess zur Überwindung der Sprachlosigkeit erfahrbar.
In Anwesenheit und mit Einführung von Hendrik Fritzsche und evtl. Till Vormstein und Andreas Seyfarth, die auch nach dem Film für Fragen und eine Diskussion zur Verfügung stehen.

Resonanzwerkstatt

Ein wanderndes Resonanzlabor mit Graphik, Text und Performance-Elementen begleitet das gesamte Tagungsprogramm. 3 Menschen bewegen sich durch die Akademie und gestalten spontan eine Collage aus Bildern, Worten, Bewegungen, Farben, Gerüchen, Gesprächsanregungen, … Diese verdichten sich an unterschiedlichen, auch manchmal ungewöhnlichen Orten, um sich dann wieder zu verflüchtigen und neu zusammen zu setzen.  Die Teilnehmer*innen sind herzlichst eingeladen, selbst intermediale Impulse zu geben und das Resonanzlabor jederzeit mitzugestalten.

Hinweis:
Manche Workshops werden auf Englisch gehalten, manche auf Deutsch, sie sind entsprechend gekennzeichnet (E) / (D), es gibt aber in jedem Workshop Teilnehmer*innen, die bei Bedarf ein wenig übersetzend unterstützen können (fürs Verständnis und damit alle, die möchten, sich selbst auf Deutsch ausdrücken können).