bisherige Forschungsrunden

 

1. Teil: Partizipative Theatertherapie-Forschung & das Transformative Paradigma
Präsentation mit anschließenden Q&A:  Anke Schäfer
Das  „Transformative Paradigm“ von Donna Mertens in Hinblick auf eine partizipative Theatertherapie-Forschung wurde ausführlich vorgestellt und gemeinsam mit den Teilnehmenden besprochen.

Donna M. Mertens war selbst beim Q&A, und es war fantastisch, wie sie uns noch mal die immense Bedeutung des „Transformativen Paradigmas“ für Social Justice erläuterte . Die Runde mit ihr wurde live aufgezeichnet, und ihr könnt sie unter folgendem Link ansehen:
https://youtu.be/G7le2f2Tj-c

2. Teil: Gründung der neuen ‚AG Wir forschen! – Forschung tun‘ mit Darstellung der nächsten Schritte: Björn Kaltwasser (gemeinsam mit Anke Schäfer). Die AG wurde gegründet, um konkret aus der Praxis heraus mögliche Forschungsideen zu besprechen und zu entwickeln. Die AG hat zur Zeit vier Mitglieder, weitere sind sehr willkommen. Ansprechpartner hierfür ist Björn Kaltwasser: info@bjoern-kaltwasser.de

Thema: Praxisbasierte Theatertherapie-Forschung & Paradigmenwechsel
Vortragende:  Ilil Land-Boss & Anke Schäfer 

Ilil ist Theatertherapeutin (DGfT reg.), Heilpraktikerin für Psychotherapie, Schauspielerin, Regisseurin, Performern und Dozentin. Sie hat einen M. A. in Theater- und Filmwissenschaften, Ethnologie und Linguistik und promoviert aktuell wissenschaftlich-künstlerisch in Theater/Performance an der Zürcher Hochschule der Künste und der Kunstuniversität Graz.

Ilil Land-Boss stellte uns Erkenntnisse aus ihrem laufenden Promotionsprojekt „Liminale und rituelle Räume in partizipativer Performance …“ vor, wiesich „Künstlerische Forschung, Ritualforschung, Embodiment, Feminismus und Dekolonisierung als Infragestellungen tradierter Verständnisse von Forschung und Wissenschaft“ thematisieren.
Ergänzend stellte uns Anke das  „Transformative Paradigma“ vor.

Protokoll der Forschungsrunde vom 31.08.2023
Präsentation von Ilil Land-Boss

Arts-Based-Research – Hintergründe und Möglichkeiten einer künstlerischen und praxisbezogenen Forschung für die Theatertherapie” mit Anke Schäfer

Anke Schäfer hat in einen Impulsvortrag  Arts-Based Research und eine Zusammenfassung ausgewählter Erkenntnisse der letzten WFKT-Fachtagung „The Art of Evidence“ vorgestellt. Im Anschluss wurden Fragen gemeinsam besprochen und konkrete Möglichkeiten angedacht.

Kenntnisse in sozialwissenschaftlichen oder auch psychologischen Forschungsmethoden gehören selten zu der Expertise von Theatertherapeut*innen.  Als Theatertherapeut*innen sind wir vielmehr in künstlerischen Reflexionsformen geschult, basieren unsere „Untersuchungsmethoden“ zu einem großen Teil auf den künstlerischen Methoden des Theaters: so wie Standbilder, Rollenspiel, interpersonelle Interaktionen, Verwandlung, Rituale, Transformation des „Spielraums“ und die Rolle des Zuschauers als „Zeuge“.

Wie können wir auf dieser Basis  theatertherapeutische Prozesse erforschen? Welche Möglichkeiten bieten hier Arts-Based-Research? Was ist das überhaupt? Was bedeutet „The Evidence of Art“? Und was hat praxisbasierte Forschung mit künstlerisch basierter Forschung gemein? Und wie könnte das in der Praxis aussehen?

Zum Protokoll der Forschungsrunde: Protokoll_ RITT_FR_2023-03-16

„Pilotstudie: Rekonstruktion von Erleben in Spielsituationen der Theatertherapie“ mit Prof. Simone Klees

Prof. Simone Klees stellte wesentliche Ergebnisse aus ihrer Pilotstudie vor, die sie im Rahmen ihrer Promotion an einem Krankenhaus durchführte. Dabei befragte sie Patient*innen, was diese in Spielprozessen in einer theatertherapeutischen Gruppe erleben.

Im Anschluss beantwortete sie auch Fragen zu den Herausforderungen einer Promotion im Bereich der Theatertherapie.

Simone lebt in Hamburg und ist dort seit 2022 Professorin für Theatertherapie an der MSH Medical School. 2022 promovierte Sie an  Universität der Künste Berlin im Fachbereich Darstellende Kunst bei Prof. Dr. Ute Schlegel-Pinkert. Von 2018 bis 2020 war sie Vertretungsprofessorin für Theatertherapie an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen-Geislingen. Von 2016 bis 2018 war sie Stipendiatin an der Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg. Simone arbeitet als Theatertherapeutin/Künstlerische Therapeutin seit 2011.  Zudem weist sie einen M.A. in Soziologie auf, studierte hierzu von 1994 bis  2001 an der Heinrich- Heine Universität Düsseldorf, Universität Hamburg und dem Goldsmith College London. 

Hier geht’s zum Protokoll_2022-12-15

Wie können Erkenntnisse von Praktiker*innen der Theatertherapie zunehmend in Forschung einfließen, welche Formate wären hier denkbar?
Der Titel „Der WOW-Moment“ ist inspiriert von unserer Frühlings-Forschungsrunde. Sehr anschaulich vermittelten da unsere israelische Kolleginnen Dr. Dovrat Harel und Dr. Shoshi Keisari, wie Erkenntnisse aus langjähriger Praxis zu fundierten Studien führen können.

Dovrat nannte die Initialzündung den „WOW-Moment“: dieses Erleben in der eigenen theatertherapeutischen Praxis, wie wiederholt bestimmte Interventionen unmittelbar Wirkung zeigen  („WOW“). Der Wunsch, diese Erkenntnis auch mit anderen im Gesundheitssystem zu kommunizieren, kann dann über ein Forschungsprojekt sich erfüllen. Wir alle kennen solche „WOW“-Momente  aus unserer eigenen theatertherapeutischen Praxis. Daher wollen wir diesen „WOW-Momenten“ Raum geben und miteinander schauen, wie sich hieraus Forschungsprojekte entwickeln lassen könnten.

Hier geht’s zum Protokoll_2022-09-29

Drama Therapy Research in Israel

mit Dr. Dovrat Harel vom Tel-Hai College und Dr. Shoshi Keisari von der Universität Haifa.
Theatertherapeutische Forschungsarbeiten und Methodik  in der Arbeit mit älteren Menschen. Dr. Dovrat Harel: „ People with dementia as ’spect-actors‘ in a community musical theatre group: A qualitative study.“ Dr. Shoshi Keisari: „Integrating life-review and drama therapy for older adults: A mix method“.

Dr. Dovrat Harel is a registered drama therapist, supervisor, researcher and lecturer at the Drama Therapy Graduate Program, Tel-Hai College, Israel.
Her research activity focuses on old age and creative self-expression and on drama therapy for people with dementia and for their caregivers. Dovrat is also specializes in therapy for women in late life who were sexually assaulted.  – PhD- Studie: People with dementia as ’spect-actors‘ in a community musical theatre group: A qualitative study.

Dr. Shoshi Keisari is a registered drama therapist, supervisor, researcher, and lecturer at the Emilie Sagol Creative Arts Therapies Research Center and the School of Creative Arts Therapies of the University of Haifa, Israel. Her research activity is centered in the fields of drama therapy, clinical gerontology, grief and loss. She published several papers and a book in drama therapy and playback theater. – PhD-Studie: Integrating life-review and drama therapy for older adults: A mix method research
Weitere Informationen siehe online: https://cris.haifa.ac.il/en/publications/drama-therapy-in-late-life-taking-life-story-work-one-step-furthe

Einladung für alle Forschungsinteressierte gemeinsam themenspezifische Forschungskreise zu gründen.

Themen-Vorschläge aus der 1. Forschungsrunde:

1. Fördermittel für theatertherapeutische Forschungsprojekte – Recherche
2. Wie kann Forschung von Nicht-Akademiker*innen aussehen
3. Wie könnten Forschungstandems aussehen: Akademiker*in im Austausch mit Praktiker*in
4. Was könnte ich erforschen: Austausch und Unterstützung zu Themen aus der Praxis

Hier geht’s zum Protokoll_2021-11-25.

Erste Theatertherapie-Forschungsrunde (vor Gründung R-ITT)

Das Treffen diente der Information über den aktuellen Stand und zum Austausch für bereits laufende, geplante, wie auch angedachte Forschungsvorhaben (Promotionsprojekte, Master-Arbeiten, Evaluationen in der Praxis, usw.).

Zu Gast waren:  Prof. Johannes Junker als Studiendekan Theatertherapie der HfWU Nürtingen und Prof. Dr. Sabine Koch vom RIArT  – Research Institute for Creative Arts Therapies der Alanus Hochschule. Sabine informierte u.a. zu Promotionsmöglichkeiten.

Weitere Informationen im Protokoll_2020-10-22