Sommerakademie 2026
Dozentinnen und Dozenten
Henk Göbel
Ausbildung in Schauspiel, Tanz und Gesang an der Berliner Schule für Bühnenkunst, Theatertherapeut (DGfT) und Traumapädagoge (DeGPT).
Er arbeitet national und international im Bereich Kinderschutz und Prävention/ Intervention von (sexualisierter) Gewalt und war Dozent an der Alice Salomon Hochschule in Berlin zum Thema „Theater in sozialen Feldern“
Neben vielen Theaterprojekten mit Jung und Alt, spielt er seit mehr als 15 Jahren Playbacktheater. Er war Mitbegründer der Berliner Playbacktheatergruppe „Die Spiegelneuronen“, führte Workshops in Deutschland, Libanon und internationalen Playbacktheatertreffen durch. Neben seinen Erfahrungen als Schauspieler und Conducter im Playbacktheater, erkundet er als Musiker der Tübinger Playbacktheatergruppe neue Welten.
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Ingrid Lutz
Dozentin und Lehrsupervisorin der 4-jährigen Theatertherapie-Weiterbildungen des Instituts für Theatertherapie in Kooperation mit der Kath. Hochschule für Sozialwesen in Berlin, ehemalige Professorin für Theatertherapie an der HfWU Nürtingen.
Zusatzausbildungen in Familienrekonstruktion, Körper- und Transpersonaler Therapie. Langjährige Lehrtätigkeit an Hochschulen und Kongressen im In- und Ausland (Peru, Israel, USA, Kanada …) und Feldforschung zu Ritualen und Heilmethoden anderer Kulturen. www.theatertherapie.org
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Amani Mussa
ist Dramatherapeutin, Supervisorin und Dozentin mit einer Spezialisierung auf drama- und kunstbasierte Therapie in der arabischen Gesellschaft in Israel. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt auf der Begleitung von Kindern, die Gewalt ausgesetzt sind. Sie ist Vorsitzende der Abteilung für Dramatherapie sowie Gründungsmitglied des Arab Society Committee bei YAHAT.
Ihre Arbeit findet hauptsächlich innerhalb arabischer Bildungskontexte statt, insbesondere im Bereich der Sonderpädagogik. Sie koordiniert kunstbasierte Therapieprogramme, supervidiert Therapeutinnen und Therapeuten und lehrt am Tel Hai Academic College. Dabei liegt ihr Schwerpunkt auf der Integration westlicher psychologischer Ansätze mit arabischen kulturellen Werten, um sensible und wirksame therapeutische Interventionen zu entwickeln.
Amani Mussa leitet professionelle Workshops zur Stärkung der Kommunikation, zur Unterstützung von Therapeutinnen und Therapeuten in der Arbeit mit Kindern sowie zur Auseinandersetzung mit Gewalt in Bildungseinrichtungen. Als Playback-Theater-Leiterin und -Darstellerin nutzt sie Theater, um sozialen Dialog zu fördern, und hat das zweisprachige Ensemble Here and Now Theatre mitbegründet, das arabische und jüdische Frauen durch Kreativität und gemeinsames Erzählen von Geschichten zusammenbringt.
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Susana Pendzik, MA, PhD, RDT
Außerordentliche Professorin und ehemalige Leiterin der Theatertherapie-Ausbildung am Tel Hai College (Israel), lehrt auch an der Abteilung für Theaterwissenschaften der Hebräischen Universität Jerusalem, am Schweizerischen Institut für Dramatherapie, am Dramatherapie-Studiengang der Universität Cuyo (Mendoza, Argentinien) sowie an weiteren Hochschulen weltweit. Theaterregisseurin und Forscherin, Autorin zahlreicher Artikel und Buchkapitel, eines Buches über Aktionstechniken für die Gruppenarbeit mit misshandelten Frauen (1999) (Spanisch und Deutsch), Mitherausgeberin von Assessment in drama therapy (2012) und The self in performance: Autobiographical, self-revelatory, and autoethnographic forms of therapeutic theatre (2016) und Co-Autorin von Dramaterapia: Un enfoque creativo para el trabajo terapéutico (2018) (Spanisch). Derzeit ist sie Mitherausgeberin des Dramatherapy Journal (der Zeitschrift der British Association of Dramatherapists https://www.intellectbooks.com/dramatherapy). Sie ist Supervisorin und hat eine eigene Praxis.
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Salvo Pitruzzella
wurde in Palermo geboren und lebt dort. Er zählt zu den Pionieren der Theatertherapie in Italien.
Aufbauend auf seinen früheren Erfahrungen als Schauspieler, Dramatiker, Puppenspieler, Trainer für kreatives Theater und Psychodramatiker entwickelte er seine eigenen Methoden und arbeitet seither in verschiedenen Bereichen als Theatertherapeut, insbesondere im Feld der psychischen Gesundheit von Jugendlichen und Erwachsenen.
Er leitete 25 Jahre lang die Theatertherapieschule am Centro ArtiTerapie in Lecco und war Professor für Pädagogik der Künste und Kreatives Schreiben an den Kunstakademien von Bari und Palermo. Er ist seit der Gründung Ehrenmitglied der SPID (Italienische Berufsvereinigung für Theatertherapie), war einer der Gründer der EFD (European Federation of Dramatherapy) und bis 2023 in deren Vorstand. Nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.
Er war als Global Representative bei ECArTE (European Consortium for Arts Therapies Education) tätig und arbeitete als externer Prüfer mit der Royal Central School of Speech and Drama in London zusammen.
Er hat in ganz Italien sowie in Großbritannien, Israel, der Schweiz, Malta, Rumänien, Tschechien, Griechenland, Belgien, den USA, Deutschland und Polen Vorträge gehalten und Workshops geleitet.
Er hat zahlreiche Essays und Praxisbücher zu Theatertherapie, künstlerischen Therapien und kreativer Bildung verfasst und herausgegeben und an mehreren internationalen Publikationen mitgewirkt. Er hat drei Romane veröffentlicht, von denen der jüngste, Il Vento e la Giostra, 2023 bei GFE, Rom, erschienen ist.
Derzeit ist er gemeinsam mit Susana Pendzik Mitherausgeber des Dramatherapy Journal, der wissenschaftlichen Zeitschrift der BADTh (British Association of Dramatherapists). Ferner ist er Dozent für Theatertherapie in den Masterstudiengängen für Künstlerische Therapien an den Universitäten Mailand und Padua.
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Anna Seymour, PhD, PFHEA
ist staatlich anerkannte Dramatherapeutin (HCPC) und emeritierte Professorin für Dramatherapie an der University of Roehampton in London und trägt die Auszeichnung Principal Fellow der Higher Education Academy (HEA). Sie ist Gastprofessorin an der Holy Spirit University in Kaslik (Libanon) und an der Università Cattolica del Sacro Cuore in Mailand sowie Ehrenmitglied der Società Professionale di Dramaterapia (Italien). Anna Seymour ist international als Trainerin und Beraterin tätig. Zudem arbeitete sie als Dramatherapeutin und klinische Supervisorin im britischen National Health Service, im gemeinnützigen Sektor wie auch in privater Praxis.
Sie verfügt über einen Hintergrund im professionellen Theater mit und für Arbeiter*innengemeinschaften und war an mehr als 30 Produktionen beteiligt, in denen sie Stücke entwickelte, Regie führte und als Darstellerin tätig war. Sie absolvierte eine Ausbildung in zwei Formen des Physical Theatre: Commedia dell’Arte in Frankreich (bei John Rudlin) und in Italien (bei Antonio Fava) sowie Biomechanik (bei Gennadi Bogdanov, Moskau). Als Wissenschaftlerin lehrte sie Theaterpraxis und hielt Vorlesungsreihen in den Drama-Abteilungen mehrerer führender britischer Universitäten, darunter die Universitäten Manchester und Birmingham. Ihre Forschungsinteressen verbinden marxistische Ansätze, Therapie und Theater im zeitgenössischen Kontext politischen Aktivismus.
Als ehemalige Herausgeberin der wissenschaftlich begutachteten Fachzeitschrift Dramatherapy der British Association of Dramatherapists ist sie derzeit Senior Series Editor der Buchreihe Dramatherapy: Approaches, Relationships, Critical Ideas bei Routledge & CRC Press.
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Bettina Stoltenhoff-Erdmann
Drama/Theatertherapeutin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, 25-jährige klinische theatertherapeutische Erfahrung in den Bereichen Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, stationär und ambulant mit Erwachsenen und Jugendlichen. Ausbildung in Psychodrama, Fortbildungen in Traumaberatung, DBT und systemischer Familientherapie, langjährige Dozentin und Supervisorin in den Weiterbildungen des Instituts für Theatertherapie (ITT), Leitung des Bereiches Weiterbildung im ITT, Mitherausgeberin der beiden Theatertherapie-Handbücher: »TheaterTherapie« und »Spielend Leben Lernen. Deutsche Vertreterin der DGfT und Mitglied der Leitungsgruppe EFD (Europäische Föderation Dramatherapie).
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Aylien Yanik, MA
ist Dramatherapeutin, Supervisorin, Hochschuldozentin und Promovierende armenischer Herkunft. Sie verfügt über 23 Jahre klinische Erfahrung in der Behandlung von Depressionen, Suchterkrankungen und komplexen Traumafolgestörungen und lehrt Theatertherapie an der Hochschule.
Ihr therapeutischer Ansatz integriert Dramatherapie mit traumatherapeutischen und neurobiologischen Konzepten – insbesondere der Polyvagaltheorie – sowie mitgefühls- und verkörperungsorientierten Methoden. Im Rahmen ihres Masterstudiums entwickelte sie das Programm „Kraft der Ermutigung“, das klinische Praxis, theoretische Fundierung und empirische Forschung verbindet und zu dem sie 2023 im Journal of Arts Therapies publizierte.
Im Rahmen eines Tandem-Professur-Modells für Theatertherapie verbindet sie klinische Praxis, Supervision, Hochschullehre und Forschung. In ihrer Promotion untersucht sie die Wirksamkeit des Programms „Kraft der Ermutigung“ mit dem Schwerpunkt auf verkörperter Sicherheit und der wissenschaftlichen Weiterentwicklung theatertherapeutischer Praxis im Kontext von Trauma und Regulation.
Als Kind emigrierter Armenier verbindet Aylien Yanik in ihrer Arbeit persönliche, künstlerische und wissenschaftliche Perspektiven. Mit ihrer Fotoausstellung „Armenien: Schönheit meiner Wurzeln“ schafft sie einen Raum für Erinnerung, Dialog und transgenerationale Verständigung.