Sommerakademie 2022

Dozentinnen und Dozenten

Bettina Grote
Dr. phil., Systemische Naturtherapeutin und Beraterin, Weiterbildungsanbieterin und Lehrtrainerin, Berlin, selbstständig seit 2004, ausgebildet bei Astrid Habiba Kreszmeier, Hans-Peter Hufenus, Christine Essen.
Koordinatorin einer rituellen Gemeinschaft in Berlin innerhalb des Vereins und Terreiros terra sagrada, Mitwirkende der Natur-Dialog-Bewegung, Herausgeber-Beirätin für e&l – erleben und lernen, Internationale Zeitschrift für handlungsorientiertes Lernen; Publikation diverser Fachartikel.
www.systemische-prozessgestaltung.de

Bonnie Harnden
ist künstlerische Therapeutin, Psychoanalytikerin, Paar- und Familientherapeutin und Associate Professor im Fachbereich Künstlerische Therapien der Concordia University. Sie wurde 2019 mit dem Concordia President’s Excellence in Teaching Award ausgezeichnet. In ihrer Forschung setzt sie künstlerische Performance ein, um die Auswirkungen von Traumata und die Heilungsmöglichkeiten durch ‚awe and gratitude’ (Ehrfurcht und Dankbarkeit) zu untersuchen. 2017 erhielt sie den Forschungspreis der North American Drama Therapy Association (NADTA) für ihr Theaterstück und den Film You Arrive, die den therapeutischen Prozess und dessen Bedeutung für die Bewältigung der Auswirkungen von Traumata untersucht. Im Jahr 2018 wurde sie mit dem NADTA Teaching Excellence Award ausgezeichnet.

Liane Hofmann
Dr., ist Diplom-Psychologin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene (IGPP), Freiburg i. Brsg im Forschungsbereich Empirische Kultur- und Sozialforschung. Ihre Arbeitsschwerpunkte betreffen die Möglichkeiten der Einbeziehung der spirituellen und religiösen Dimension in die klinisch-psychotherapeutische Praxis sowie klinisch-therapeutische Fragestellungen im Zusammenhang mit spirituellen Krisen. Aus- und Weiterbildungen in verschiedenen psychotherapeutischen, körperorientierten und achtsamkeitsbasierten Verfahren. Sie ist Mitherausgeberin des Buches „Spiritualität und spirituelle Krisen. Handbuch zu Theorie, Forschung und Praxis“.
Weitere Informationen unter: http://www.igpp.de/eks/liane_hofmann.htm 

Annette Hornbacher
ist Professorin für Ethnologie an der Universität Heidelberg und spezialisiert auf Indonesien, Performanz- und Ritualforschung, Trance-Besessenheit, Embodiment und nicht-westliche Wissenssysteme. Sie  hat nach einem Studium der Literaturwissenschaft, Philosophie und Ethnologie an der Universität Tübingen mit einer Arbeit zu Friedrich Hölderlins Begriff der poetischen Sprache als „höhere Aufklärung“ im Fach Philosophie promoviert, wurde mit einer Studie zum balinesischen Ritualtanz als verkörpertem kosmologischen Wissen and der Universität München im Fach Ethnologie habilitiert und hat parallel dazu jahrelang an diversen Theatern und einem Opernfestival (Rossin in Wildbad) als Dramaturgin und Regisseurin praktische Theatererfahrung gesammelt.
Ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte sind: „Subjekttheorien und Trance-Besessenheit“, „Esoterische Schriftlichkeit und Verkörperung in Bali“  sowie „Mensch-Umweltbeziehungen im Anthropozän“.

David Read Johnson
PhD, RDT-BCT ist Leiter des Institute for Developmental Transformations; Co-Leiter des Post Traumatic Stress Center, New Haven Connecticut USA; und Associate Clinical Professor, Department of Psychiatry, Yale University School of Medicine.

Denise de Jong van Lier
Denise absolvierte eine Ausbildung in Theaterpädagogik in Berlin. Danach studierte sie Kreativtherapie / Theatertherapie an der Hogeschool Utrecht. Sie ist außerdem Absolventin der Methode Developmental Transformations (Institute for Developmental Transformations, New Haven, USA).
Neben ihrer Arbeit als Theatertherapeutin unterrichtet Denise Theater in der Hochschulbildung (Akademie für Mensch und Gesellschaft, Saxion Enschede) und leitet Theatergruppen für Jugendliche und Erwachsene.

Ilil Land-Boss
M. A. in Theater- und Filmwissenschaft, Kulturanthropologie und Linguistik, Theatertherapeutin DGfT reg., Heilpraktikerin für Psychotherapie, Schauspielerin, Regisseurin, Performerin, Dozentin für Theater, Theaterpädagogik und Theatertherapie.
2017 – 2018 Künstlerische Gastprofessur im Studiengang Theatertherapie, HfWU Nürtingen-Geislingen, weitere Lehrtätigkeiten an Akademien, Hochschulen und Universitäten.
Mehrere Jahre theoretischer und praktischer Ritualforschung.
Seit Herbst 2020 promoviert Ilil an der Zürcher Hochschule der Künste und der Kunstuniversität Graz in Theater/Performance zum Thema ‚Liminale und rituelle Räume in partizipativer Performance – Die Nutzung verkörperter ritueller Strukturen und Prinzipien und therapeutischer Elemente zur Schaffung transitionaler und liminaler Erfahrung’.

Ingrid Lutz
Leiterin der Theatertherapie-Weiterbildungen in Berlin, langjährige Lehrtätigkeit an Hochschulen und Kongressen im In- und Ausland, 2 Jahrzehnte Forschungsprojekte zu Ritualen und Heilmethoden anderer Kulturen, u.a. in Südamerika, Indien, Laos. 3-jährige Ausbildung in Transpersonaler Therapie und Holotropem Atmen, eigene Praxis für Supervision und Theatertherapie in Berlin-Kreuzberg, bis WS 2017 Professorin für Theatertherapie.

Klaus Möller 
Atempädagoge BVA®; Freier Schauspieler und Regisseur; Ev. Theologe;
Gastdozent für Supervision beimTheaterPädagogikZentrum Baden-Württ. e.V. in Reutlingen; Gastdozent für Körperarbeit beim Institut für Theatertherapie in Berlin; Atemtherapeutische Tätigkeit in der Hahnemann-Tagesklinik in Tübingen und in eigener Praxis.

Ryszard Nieoczym
ist Gründer und künstlerischer Co-Leiter von LeTHAL / Le Theatre de L’Homme Actor’s Laboratorium, einem Theaterforschungs- und Performancezentrum in Toronto, Kanada. Er hat bei über 50 professionellen Theaterproduktionen in Europa, Kanada und den USA Regie geführt. Er ist ein ehemaliger Schüler und Mitarbeiter Grotowskis in dessen theatraler und paratheatraler Arbeit. Seine künstlerische Vision ist die Schaffung eines bildstarken, in mythischen Quellen verwurzelten Theaters, und der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der Forschung und der Vertiefung des Schauspielhandwerks, die er Soundings nennt. Auf der Grundlage von Theaterforschungsprojekten baut er ein Netzwerk von künstlerischen Mitarbeiter:innen zwischen Europa und Kanada auf. Die aktuellen Soundings finden u. a. in Griechenland, Deutschland, Serbien, Niederlande, Kanada statt. In Kollaboration mit MadDam, einer freischaffenden Athener Theatergruppe, und anderen freischaffenden Gruppen in Kanada und Europa entwickelte er ein großes internationales Projekt mit dem Titel Ancient Mirrors/Modern Voices, eine Reihe von One-Woman-Shows, die auf den archetypischen Figuren Medusa, Kassandra, Psyche und Eros, Pandora und Pasiphae basieren und in Athen und Thessaloniki aufgeführt wurden. Die berufliche Erfahrung von Ryszard Nieoczym, seine große Intuition und seine Fähigkeit, die Tiefen der menschlichen Seele zu entdecken, die hinter jeder menschlichen Maske pulsiert, ermöglichen jeder/m Teilnehmer:in, einen bedeutenden Schritt auf ihrem/seinem individuellen künstlerischen Weg zu machen.

Dr. Rajyashree Ramesh
ist eine in klassischem indischen Tanz und Gesang ausgebildete Tänzerin, Choreographin, zertifizierte Laban/Bartenieff Bewegungsanalytikerin, ganzheitliche Faszientrainerin nach Laban und Kulturwissenschaftlerin. In Pune/Indien geboren, in Mumbai und Bangalore/Indien aufgewachsen und seit 1977 in Berlin lebend, blickt sie auf eine Berufserfahrung über 5 Jahrzehnten zurück. Die meiste davon als kulturübergreifende Vermittlung der indischen Traditionen durch Soloauftritte, multinationale/multidisziplinäre Bühnenproduktionen, Workshops und Lecture-Performances bei internationalen Konferenzen. Nach Gründung einer eigenen Academy for Performing Arts bildete sie in den letzten drei Jahrzehnten zahlreiche TänzerInnen auch europäischer Abstammung in klassischem indischem Bühnentanz aus. Die Fragen und Herausforderungen solcher kulturübergreifenden Tätigkeiten entfachten schließlich ihr tiefes Interesse an Bewegung und deren grundlegenden Relevanz.  Nach Zertifizierung zur Laban/Bartenieff Bewegungsanalytikerin setzte sie ihre Forschung akademisch fort, und promovierte an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder zum Thema “Sensing and Shaping – The emotive-kinetic grounding of meaning. A cross-disciplinary analysis of Indian dance theatre”. Zur Zeit ist sie Dozentin und Koordinatorin für Tanz an der Global Music Academy Berlin, wo sie neben Kurse auch eine berufsbegleitende Fortbildung (Diploma) in transkulturellen Tanz- und Bewegungsstudien unter dem Titel “Bharatha-to-Bartenieff ” anbietet.

William Sax
wurde in einer Kleinstadt im Osten des amerikanischen Bundesstaates Washington geboren, studierte in Seattle, Wisconsin und Indien, und promovierte 1987 in Anthropologie an der University of Chicago. Er lehrte an der Harvard University, der University of Canterbury in Neuseeland (wo er elf Jahre lebte) und Deutschland, wo er seit 2000 Professor für Ethnologie Südasiens am Südasien-Institut der Universität Heidelberg ist. Insgesamt hat er etwa fünfzehn Jahre in Indien verbracht, und drei Monographien, sieben Sammelbände und Dutzende Aufsätze über Theater, Heilung, Rituale, geistige Gesundheit, Psychiatrie in Südasien, und Besessenheit geschrieben bzw. herausgegeben.

Johannes Benedikt Schmidt
Dr. Dipl. Psych., Weiterbildungen in Verhaltenstherapie, Hypnotherapie, systemischer Familientherapie, Systemischer Supervision, körperorientierten Traumaheilungsansätzen (Somatic Experiencing), Struktureller Dissoziation, Brainspotting, Psychotraumatologie (DeGPT), traumafokussierte Psychotherapie (IKP), systemischer Aufstellungsarbeit und Kraniosakraler Biodynamik. Promotion über das Transzendente in der Psychotherapie. Seit 1995 Tätigkeit in eigener Praxis, seit 2004 Gründer und Leiter der Aptitude-Academy. Internationale Seminar- und Lehrtätigkeit. Als Psychotherapeut und Berater sagt man ihm nach, die Dinge auf den Punkt zu bringen. Er verfügt über einen wohlwollenden Humor, seine Klarheit und Ehrlichkeit wird für manchen zur Herausforderung und ist für andere befreiend. Autor der Bücher „Der Körper kennt den Weg“ (2008) und „Das Transzendente in der Psychotherapie – Über Spiritualität und Präsenz im therapeutischen Wirken (2019).