Dozentinnen und Dozenten

 

Dr. Chen Alon ist Theateraktivist, Schauspieler und Regisseur. Seine Doktorarbeit schrieb er über das palästinensisch-israelisch polarisierte Modell des Theaters der Unterdrückten an der Universität Tel Aviv. Als Major (res.) in der israelischen Armee war er Mitbegründer von „Courage to Refuse“, einer Bewegung von Offizieren und Kampfsoldaten, die sich weigern, in den besetzten palästinensischen Gebieten zu dienen, wofür er zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde. Er ist auch Mitbegründer von „Combatants for Peace“, einer Bewegung palästinensischer und israelischer Kombattanten, die den Weg der Gewalt aufgegeben haben und gewaltfrei gegen die Besatzung kämpfen. Mit seinem palästinensischen Mitbegründer wurde er 2017 für den Friedensnobelpreis nominiert. Der Aktivismus in der komplizierten Realität in Israel / Palästina führte ihn vom professionellen Schauspieler und Regisseur im Repertoiretheater hinaus auf die Suche nach neuen Formen des politischen Aktivismus, um gewaltfreien Widerstand gegen die Besatzung zu leisten. Er lehrt an der Universität Tel Aviv.

Christian Bohdal, Diplom Krankenpfleger, Diplom-Kunsttherapeut Fachrichtung Bildhauerei, Weiterbildungen in Körpertheater, Regie und Maskenspiel, Dozententätigkeit an Sommer-Akademien in Lettland und an der Alanus-Hochschule, Lehrtätigkeit für Regie und Maskenarbeit an der FH-Ottersberg und für therapeutisches Maskenspiel an der Hochschule für Kunsttherapie Nürtingen und im Aufbaustudiengang Kunsttherapie an der HfbK-Dresden. Seit 2012 Leitung der Theaterwerkstatt in der forensischen Psychiatrie im Klinikum Bremen-Ost, seit 2014 Leitung des Projekts Maskenarbeit in der sozialtherapeutischen Abteilung der JVA-Bremen-Oslebshausen, seit 2017 Leitung der Kulturbaustelle Blockland für Menschen mit Fluchterfahrung im Hinblick auf Deradikalisierung.

Cathrin Clift, selbständige Diplompsychologin und Theatertherapeutin, Trainerin und Supervisorin für seelsorgerische, soziale und kulturelle Projekte. Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind die Themen Krisenintervention in Umbruchsituation, Krisenprävention bei Helfenden und die Förderung von Resilienz bei Menschen aller Altersgruppen.

Michael Ganß, Kunsttherapeut, Künstler im Sozialen und Gerontologe. Seit Anfang der 1980-iger Jahre Begleitung von Menschen mit Demenz und ihrer Bezugspersonen mit intermedialen künstlerischen Mitteln und Forschung im Bereich künstlerisch ästhetischer Arbeit mit Menschen im Alter und Demenz, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Department Kunst, Gesellschaft und Gesundheit der MSH Medical School Hamburg und geschäftsführender Herausgeber der Zeitschrift demenz.DAS MAGAZIN. 

Martina Hoffmann-Seidel, Theatertherapeutin, Dozentin in der Erwachsenenbildung, Supervision & Coaching, seit 2014 Leitung des Werkstatttheaters Handicap (einer inklusiven Gruppe von Menschen mit und ohne körperlicher Behinderung), Arbeit mit Arbeitssuchenden, Senioren, Hochaltrigen, Menschen mit Demenz und Personen aus deren Umfeld.

Dr. David Read Johnson ist Gründungsmitglied der North American Drama Therapy Association, ehemaliger Redakteur des ‚International Journal of the Arts in Psychotherapy‘, ehemaliger Vorsitzender der ‚National Coalition of Arts Therapy Associations‘, Direktor des ‚Institute for Developmental Transformations‘, Co-Direktor des ‚Post Traumatic Stress Center‘ New Haven, CT und Associate Clinical Professor an der Fakultät für Psychiatrie, Yale University School of Medicine. Er hat zahlreiche Artikel und Bücher zu Theatertherapie, künstlerischen Therapien und Trauma-Behandlung veröffentlicht.

Wolfgang Kapp, Studium der Diplom-Pädagogik und Weiterbildung in Theaterpädagogik (ARS) und  Theatertherapie (DGfT). Seit 25 Jahren Arbeit mit Menschen mit einer sogenannten Behinderung im Wohnbereich, in der Erwachsenenbildung und in Theaterkursen. Leitung der inklusiven Theatergruppe „Die Schattenspringer“ in Freiburg/Breisgau.

Marion Küster, Schauspielstudium an der Staatlichen Schauspielschule Rostock, Studium der Theaterpädagogik an der HdK Berlin. Fortbildungen in systemischer Familientherapie Psychodrama. Arbeit als Theaterpädagogin in Theater und Klinik und in unterschiedlichen sozialen, künstlerischen und therapeutischen Feldern. Seit 2004 Professorin für Theaterpädagogik an der hmt Rostock und Leitung des Bereichs, 2012 bis 2016 Prorektorin. Seit 2005 liegt ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit in der transkulturellen Arbeit: sie war eine der Leiterinnen des brasilianisch-deutschen Projektes „Luz Que Anda“ in der Gemeinde Serra Negra / Minas Gerais. Heute arbeitet sie in Kooperation mit der Universität UFMG Belo Horizonte / Minas Gerais und der Universität Lomé Togo Seit 2010 ist sie Vorstandsmitglied von der Weltorganisation IDEA (International Drama in Education Association). Seit 2017 ist sie Direktorin für Young IDEA und organisierte in diesem Rahmen 2018 das Internationale Studierenden Meeting an der hmt Rostock. Für 2020 ist das Internationale Familien Meeting an der Universität Lomé in Vorbereitung, dass von Young IDEA zum Thema „The Power of/within Family – Family what’s that?“ organisiert wird.

Dr. Nisha Sajnani ist Direktorin des Studiengangs Theatertherapie und des Theatre & Health Lab an der New York University. Sie ist Gründungsmitglied der ‚World Alliance of Drama Therapy‘ und Chefredakteurin der ‚Drama Therapy Review‘. Ihre künstlerische und verschriftete Forschungstätigkeit dreht sich oft um die Rolle von Improvisation und Performance, z. B. für den Umgang mit Themen wie Diversität, Identität und Migration. Dr. Sajnani ist Trägerin des von der American Psychological Association verliehenen ‚Corann Okorodudu Global Women’s Advocacy Award‘, des ‚Gertrud Schattner Award‘ der North American Drama Therapy Association und des ersten ‚Diversity Award‘, das von der American Society for Group Psychotherapy and Psychodrama verliehen wurde.