Zur Bedeutung von innneren Bildern für die Identitätsbildung2019-06-23T13:03:06+00:00

Zur Bedeutung von inneren Bildern für die Identitätsbildung

„Jedermann erfindet für sich früher oder später eine Geschichte, die er für sein Leben hält“ (Max Frisch)

Mit dem Bezug zu einem Bild in uns und um uns, also dem erinnerten oder hergestellten Bild, bestimmen wir uns überhaupt erst als Menschen, denn zu den menschlichen Seinsbedingungen gehört Orientierung in die Zukunft und Verwurzelung in der Vergangenheit; nur in einer zeitlichen Verankerung, die über die unmittelbare Gegenwart hinaus-geht, kann Wissen aus der Vergangenheit Bedeutung haben oder macht der Begriff der Hoffnung überhaupt erst Sinn.“ (Pöppel 146)

Innere Bilder verdichten sich in kollektiven und individuellen Mythen
Die Erinnerungsbilder werden vom Individuum verändert. Auch wenn sie die Realität nicht abbilden, „so entsprechen sie doch der Wirklichkeit des individuellen Er-Lebens.“ Dieses bildliche Wissen verdichten wir unter dem Kohärenzzwang in unserer Selbsterzählung: dem Persönlichen Mythos.

„Durch diese Umgestaltung der vergangenen, aber bewahrten Bilder wird die personale Identität sichergestellt,  aber sie wird dadurch auch inszeniert. Es sind immer meine persönlichen Bilder, auf die ich mich beziehe, und diese eigenen Bilder sind entstanden, durch Ereignisse, die für mich bedeutsam waren

Anknüpfend an einen Fragebogen zur Herausarbeitung des Persönlichen Mythos , d. h. der Selbsterzählung, die wir uns und anderen erzählen, um das Besondere unserer Person deutlich zu machen, werden sich die Teilnehmenden mit ihren Lebenskapiteln, ihrer Geschichte und ihrer Zukunft auseinandersetzen.

Wir inszenieren mit Körper und Stimme unsere Begegnungen, Erlebnisse und Empfindungen – unsere „Rollen im Leben“!

Termin:
3. – 4. August 2019

Ort:
Berlin

Kosten:
200 € 
Mindestteilnehmerzahl: 8 Personen

Anmeldung über:
coramann24@aol.com