Fortbildungsreihe „Arbeit mit Trauma in der Theatertherapie“2018-12-30T16:57:49+00:00

Fortbildungsreihe „Arbeit mit Trauma in der Theatertherapie“

für Theater- und andere Therapeuten

Basierend auf der Annahme, dass wir Menschen fähig sind, traumatisierende Erfahrungen zu transformieren, geht es in dieser vierteiligen Fortbildungsreihe um die Möglichkeiten der Theatertherapie, über die Heilkräfte des Körpers und des Spiels Heilungsprozesse bei traumatisierten Menschen in Gang zu setzen und zu begleiten.

Theatertherapeutische Körperarbeit und Spielformen ermöglichen es, Erfahrungen von Sicherheit und Schutz zu machen, Grenze, Halt und Verbindung zu spüren, Impulskontrolle (wieder) zu erlangen und so einen gesunden Umgang mit inneren und äußeren Grenzen zu finden. Darauf aufbauend erlaubt die dramatische Realität die symbolische Darstellung traumatisierender Erfahrungen in einem klar definierten Schutzraum und in einem Zustand des Gehalten-Werdens.

Bei Teilnahme an allen 4 Wochenenden plus 10 Gruppensupervisionsstunden bei einer der Dozentinnen (je nach Arbeitsfeld) wird diese Fortbildung mit einem Zertifikat bescheinigt.

Es ist auch möglich, nur an einzelnen Wochenenden teilzunehmen.

 

1. Vermittlung von Grundlagen zum Verstehen und heilsamen Umgang mit dem Traumageschehen

Neurophysiologische und psychodynamische Zusammenhänge, die Bedeutung des Körpers sowie sozialer Kontexte und Unterstützungsnetze, spezifische theatertherapeutische Herangehensweisen zur körperlich-seelischen Verarbeitung traumatischen Erlebens, zum Ausdruck von Schmerz und Trauer und zur Unterstützung der emotionalen Steuerungsfähigkeit und Selbstermächtigung.

Termin: 26.04. – 28.04.2019
Leitung: Ingrid Lutz, Betti Merschmeyer, Bettina Stoltenhoff-Ermann
Ort: Berlin

 

2. Theatertherapeutische Ansätze und Methoden zur Behandlung von Erwachsenen und Jugendlichen mit Traumafolgestörungen in der Gruppen- und Einzeltherapie:

Durch gezielte therapeutisch begleitete neu gemachte Erfahrungen erlangen Menschen mit Traumaerfahrungen wieder Stabilität und Selbstwirksamkeit und können sich und im Kontext zu Anderen neu definieren. Die Theatertherapie bietet unterschiedliche Wege zur Ressourcenaktivierung im Hier und Jetzt. Eine spezielle Körperarbeit, die Angst und Erstarrung entgegenwirkt und der Einsatz von unterschiedlichen Verfahren bietet die Möglichkeit einer stärkenden Annäherung an traumatische Erfahrungen im Schutz der dramatischen Realität. Behutsames und effektives Erforschen und Lösen traumatisch gebundener Energie verhelfen zu neuen Handlungsspielräumen. In praktischer Anwendung erprobter Methoden, mit Fallbeispielen und neuen theoretischen Erkenntnissen beschäftigen wir uns in diesem Seminar.

Termin: 18.10. – 20.10.2019
Leitung: Bettina Stoltenhoff-Erdmann
Ort: Bochum, Zentrum Neue Wege, Brandenbuschstr. 6

 

3. Wege aus der Erstarrung des Lebens und zur Lebendigkeit.

Ritual und Theater waren seit Menschgedenken dazu da, für Einzelne und für Gemeinschaften ein Leben mit traumatischen Erfahrungen zu gestalten. Hier wird eine kreative und lebendige Verbindung zwischen den ursprünglichen Heilfunktionen von Ritual und Theater mit Erkenntnissen der modernen Psycho- und Sozialtherapien in praktischer Anwendung vermittelt.

Leitung: Ingrid Lutz
Termin: 31.01. – 02.02. 2020
Ort: Berlin

 

4. Theatertherapie mit früh traumatisierten Kindern

Traumata beeinflussen das Befinden, die Entwicklung und das Verhalten von Kindern in besonderem Maße. Je jünger ein Mensch, desto weniger Ressourcen stehen ihm zur Verfügung, sich selbst zu schützen, je mehr ist er auf Sicherheit gebende und versorgende Erwachsene angewiesen. Bei früh und anhaltend traumatisierten Kindern waren Bezugspersonen häufig nicht da oder sogar selbst Quelle der Traumatisierung.

Vermittelt werden Blickweisen auf das Kind, welche Geschichte sein Körper erzählt, welche Hinweise auf Traumatisierungen es uns durch sein Spiel gibt. Die dramatische Realität würdigt dabei notwendige Loyalitäten des Kindes gegenüber Bezugspersonen, da sie einen Raum schafft, in dem auf symbolischer Ebene Themen und Dynamiken gezeigt werden können, ohne das direkt Erlebte preisgeben zu müssen.
Des weiteren werden theatertherapeutische Herangehensweisen zur körperlich-seelischen Verarbeitung traumatischen Erlebens,  zum Ausdruck von Schmerz und Trauer, zur Unterstützung der Entwicklung von Fähigkeiten und Selbstermächtigung praktisch erprobt.
Zudem werden wir uns mit der flankierende Arbeit mit den Systemen des traumatisierten Kindes beschäftigen, bei der es vor allem darum geht, das Kind in seinem Verhalten und Ausdruck verstehbar zu machen. 

Termin: 24. – 26.04.2020
Leitung: Betti Merschmeyer
Ort: Bochum, Zentrum Neue Wege, Brandenbuschstr.6

 

Kosten pro Wochenende:
260 € (ermäßigt 220 €) 

Zeiten:
Jeweils FR 18 – 22 Uhr, SA 10 – 19 Uhr, SO 10 – 15 Uhr

Anmeldung:
Wenn Sie sich für diese Fortbildung  anmelden möchten, füllen Sie bitte das folgende Formular aus. Mit Ausfüllen des Formulars stimmen Sie den AGB zu. Wir werden uns umgehend mit Ihnen für eine verbindliche Anmeldung in Verbindung setzen.
Wenn Sie sich nicht für die gesamte Fortbildungsreihe anmelden möchten, geben Sie bitte an, für welche Wochenenden (1 – 4) Ihre Anmeldung aufgenommen werden soll.

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