Wege aus der Erstarrung des Lebens und zur Lebendigkeit I –
Das Wesen ‚Gewalt‘ als Mitspieler im Traumageschehen

Diese Fortbildung ist der 3. von 7 Teilen der Fortbildungsreihe 2020 – 2022: 
„Arbeit mit Trauma in der Theatertherapie“ für Theater- und andere Therapeuten

Inhalt dieses Wochenendes:
„Erst in einer sicheren, Halt und Geborgenheit vermittelnden Umgebung kann eine kognitive und emotionale Neubewertung des Traumas stattfinden. Der Prozess muss zunächst auf der Körperbühne ablaufen – gewissermaßen zunächst eine Schleife durch den Körper beschrieben haben“ (Antonio Damasio).

Bei einer Traumatisierung wird extreme Energie aktiviert, die im Nervensystem gebunden bleibt. Körpertherapeutische Ansätze zur Erfahrung von Selbstwirksamkeit und eines neuen Zugangs zur (Wieder-)Verankerung im eigenen Körper, u.a. aus dem ‚Somatic Experiencing nach P. Levine in Verknüpfung mit theatertherapeutischen Methoden ermöglichen, die tief verankerten Nachwirkungen des Traumas in kleinen Schritten zu lösen. Bei dem so ermöglichten ‚Auftauen‘ aus der Erstarrungsreaktion begegnen wir allerdings einem wichtigen Mitspieler des Traumageschehens: der in der Erstarrungsreaktion gespeicherten un-geheuren Energie und der erlebten und gesehenen Gewalt. Wir vermitteln hier körper- und theatertherapeutische Methoden, diese ‚gewaltigen‘ Energien in einem sicheren Kontext zu erproben und die lebensnotwendige aggressive Energie aus dem Teufelskreis der Destruktivität zu lösen und wieder für das Leben zu nutzen. In Systeminszenierungen beleuchten wir die Täter-Opfer-Dynamik als Marker für festgefahrene Entwicklung und Blockade von Kreativität und schauen uns dabei auch die unvermeidlichen (Übertragungs-)Trigger beim Therapeut*en an.

Bei Teilnahme an allen 6 Wochenenden (das 7. ist optional) wird diese Fortbildung mit einem Zertifikat bescheinigt. Eine therapeutische Ausbildung ist Voraussetzung für Teilnahme an dieser Aufbau-Fortbildung.

Falls Plätze frei sind, ist es auch möglich, nur an einzelnen Wochenenden teilzunehmen, Teilnehmer*innen an der Gesamtfortbildung haben bei der Belegung Vorrang.

Leitung:
Ingrid Lutz

Termin und Zeiten:
30. April – 2. Mai 2021

Freitag: 18 – 22 Uhr
Samstag: 10 – 19 Uhr
Sonntag: 10 – 15 Uhr

Ort:
Berlin-Kreuzberg, Europäisches Theaterinstitut, Rungestr. 20

Kursgebühren:
260 € (ermäßigt 220 €)

Anmeldung
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