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Freiburg2018-11-07T16:55:25+00:00

Berufsbegleitende Weiterbildung in Theatertherapie 2018 – 2022

Die Weiterbildung zur TheatertherapeutIn bieten wir in Freiburg in Kooperation mit der KH Freiburg an.
Veranstaltungsort: Katholische Hochschule Freiburg (ausgenommen die zwei Sommerakademien).

Schwerpunkt:

Die theatertherapeutische Ausbildung in Freiburg fokussiert auf Arbeitsmöglichkeiten

  • in der Unternehmensberatung und Personal-/ Organisationsentwicklung sowie der Schulung von Fach- und Führungskräften
  • in sozialen Einrichtungen wie Brennpunktschulen bzw. Schulprojekten, in der Jugendhilfe, Justizvollzugsanstalten, in betreuten Einrichtungen für alte und demente Menschen sowie Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen,
  • in psychosomatischen Kliniken und in freier Praxis

Detaillierte Beschreibung der Ziele, der Termine und der Grundstruktur der Weiterbildung

Die TeilnehmerInnen werden dazu befähigt, mit unterschiedlichen Zielgruppen in psycho- und soziotherapeutischen Arbeitsfeldern theatrale Medien als künstlerische Therapiemethode sowohl für Einzelne als auch für Gruppen einzusetzen. Dazu erwerben sie:

  1. für diese Zielsetzungen anwendbare Elemente des künstlerischen Theater-»Handwerks«: Körperarbeit, Atem-, Stimm-, Sprach- und Textarbeit, Schauspieltechniken, Szenen- und Rollengestaltung, Inszenierung/Regie
  2. Grundlagen des therapeutischen Handwerks: Diagnostik, Interventionstechniken/Krisenintervention, Gruppendynamik, therapeutische Beziehung und Haltung
  3. Theatertherapeutische Methoden und ihre Indikation: Analyse von Körper- und Symbolsprache, Rollendiagnostik, theatertherapeutische Prozessbegleitung und biographisch zentrierte Szenenarbeit, theatrale Intervention, Arbeit mit Ritualen und imaginativen Verfahren
  4. Theatertherapeutische Ansätze zur Erprobung sowie Erschließung neuer Perspektiven im Zusammenspiel von individueller Autonomie und Systemstrukturen zur Förderung von Flexibilität und Anpassungsfähigkeit.

 

Zulassungsseminare

Das Zulassungsseminar bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, die Arbeitsweise der Theatertherapie kennenzulernen, um entscheiden zu können, ob diese Weiterbildung das Richtige für sie ist. Den Dozierenden dient das Zulassungswochenende dazu, die Teilnehmenden bei der Arbeit kennenzulernen, um Ihnen dann Rückmeldung geben zu können, ob wir unsrerseits eine Teilnahme an der Weiterbildung für sinnvoll erachten. Dazu ist vor allem die Klärung der Motivation wichtig und die Bereitschaft und Fähigkeit, sich auf therapeutische Prozesse und das Medium Theater einzulassen.

Termine:
03./04.03.2018 oder 28./29.04.2018
(Sa 10:00 – 19:00 Uhr, So 10:00 – 15:00 Uhr)

 

Beschreibung der Module

18. Module (2018 – 2020) + 3 Wochenenden in 2021

1. JAHR:
Das erste Jahr der Weiterbildung dient der Eigenerfahrung von bewegungs- und theatertherapeutischen Methoden und der vertieften Erarbeitung der grundlegenden Theorieansätze.

Modul 1 17.- 21.10. 2018
„Die Welt ist eine Bühne“ – Theater als Kartographie des inneren Raumes
Die Bühne als therapeutischen Raum etablieren und erfahrbar werden lassen:

Modul 2 12. – 16.12.2018
Der Körper als Ausdrucks- und Prozessmedium in der Theatertherapie

Modul 3 20. – 24.02.2019
Individuelle Entwicklung im Kontext systemischer Ansätze

Modul 4 24.04 – 28.04.19
Künstlerische Gestaltung und Aufführungsentwicklung als therapeutischer Prozess

Modul 5 26.06. – 30.06.2019
Selbsterfahrung, persönlichen Wachstums sowie professionellen Rollenverständnisses

 

2. JAHR:
Das 2. Ausbildungsjahr ist der Anwendung der transformativen Kraft des Theaters zur Gestaltung und Steuerung von therapeutischen Prozessen gewidmet.

Modul 6  18.- 22.09.2019
Grundlagen und Gestaltung von Veränderungsprozessen 1

 Modul 7 04.- 08.12.2019
Grundlagen und Gestaltung von Veränderungsprozessen 2

Modul 8  05.02.- 09.02.20
Steuerung und Gestaltung kollektiver Prozesse, Ritual und Heilung

Modul 9 01.- 05.4.2020
Therapeutische Haltung und Identität

Modul 10 27. – 31.05.2020
Sommerakademie 2020: Rituale und transpersonale Ansätze in der Theatertherapie

 

3. JAHR:
Die gelernten Methoden werden im dritten Jahr in ihrer konkreten Anwendung zur theatertherapeutischen Prozessgestaltung bei verschiedenen Krankheitsbildern erprobt und theoretisch fundiert.

Modul 11 07. – 11.10.2020
Krankheitsbilder 1 (Depression, Angst- und Zwangsstörung) und theatertherapeutische Methoden

Modul 12 02.12. – 06.12.2020
Krankheitsbilder 2 (Trauma, Sucht) und theatertherapeutische Methoden

Modul 13 24. – 28.02.2021
Krankheitsbilder 3 (Persönlichkeitsstörungen: Borderline u.a.) / Therapieplanung und Evaluation

Modul 14 21. – 25.04.2021
Theatertherapeutische Methoden in der Einzeltherapie

Modul 15 Juni 2021
Sommerakademie 2021: verschiedene Themen der Theatertherapie mit internationalen Fachdozenten

Modul 16 15.-19.09.2021
Persönliches Profil und Berufsimplementierung als TheatertherapeutIn / Projektmanagement

Modul 17  10.-14. 11.2021
Anwendungsorientierte Supervision & Assessment

Abschlusskolloquium 18 8.-12.12.2021
Beim Abschlusskolloquium zeigen die TeilnehmerInnen einen 20 – 30 minütigen Ausschnitt aus der theatertherapeutischen Arbeit in ihrem Praxisfeld und begründen und reflektieren diesen in einem anschließenden Gespräch sowohl im Hinblick auf die therapeutische Prozessgestaltung als auch den theoretischen Hintergrund.

 

4. JAHR:
Die gelernten Methoden werden im vierten Jahr im Praxisfeld in einer begleiteten Anwendungsphase (3 Wochenenden) absolviert

WE 1 12.02.-13.02.2022
WE 2 18.06.-19.06.22
WE 3 08.10. -09.10.22

Seminarzeiten:
Die Module beginnen jeweils am Mittwoch um 18 Uhr und enden am Sonntag um 14 Uhr.
Die Wochenenden beginnen am Freitag um 18 Uhr und enden am Sonntag um 14 Uhr.

STRUKTUR DER WEITERBILDUNG
Die 4-jährige Ausbildung umfasst 1.300 UE und besteht aus
– 17 Modulen, zwei dieser Module setzen sich zusammen aus der jährlich von der DGfT durchgeführten Sommerakademie,
einem 4-tägigen internationalen Symposium zu aktuellen Theatertherapieansätzen in Theorie und Praxis
– einem Abschlusskolloquium nach dem dritten Jahr
– einer Begleitung (3 Wochenenden) der Anwendungsphase im Praxisfeld im vierten Jahr
– selbstorganisierten regionalen Lern- und Intervisionsgruppen
– einem Praktikum und einer Hospitation in einem künstlerischen oder therapeutischen Arbeitsfeld

TEILNAHMEVORAUSSETZUNG
– Mindestalter 25 Jahre
– Abgeschlossene Berufsausbildung/Studium
– mind. 2-jährige Berufserfahrung
– mind. 60 Stunden Eigentherapie (können/sollen z. T. während der Ausbildungszeit absolviert werden)
– Teilnahme an einem der Zulassungsseminare oder einem Einzelkolloquium

ABSCHLUSS
Die Ausbildung wird abgeschlossen mit
– einem Kolloquium, bestehend aus einer praktischen Arbeitsdemonstration und einem anschließenden Gespräch
– einer schriftlichen Dokumentation und Reflexion zum Praxisfeld
Die TeilnehmerInnen erhalten ein Zertifikat von der Katholischen Hochschule Freiburg in Kooperation mit der DGfT, das den Abschluss als Künstlerischer Therapeut/Künstlerische Therapeutin/Theatertherapie bescheinigt.

KOSTEN
– 2.880 € Gebühr pro Jahr (ohne Supervision, Unterkunft und Verpflegung),
zahlbar in monatichen Raten innerhalb der drei Ausbildungsjahre; die Kosten für die drei Wochenenden der Praxisfeldphase im vierten Jahr sind darin enthalten
– 200 € Zulassungsseminar
– 200 € Prüfungsgebühr

Information und Anmeldung zu den Zulassungsmodulen

IAF – Institut für Angewandte Forschung, Entwicklung und Weiterbildung
Karlstraße 63, 79104 Freiburg
Telefon: 0761 200-1451
FAX: 0761 200-1496
E-Mail: Elisabeth.Schaetzle@kh-freiburg.de

Zu inhaltlichen Fragen:
Wilhelm Seidel, Tel. 07141 125 560, Mobil: 0173 9220234
E-Mail: wilhelm.seidel@dgft.de

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