Ruhrgebiet 2017-11-13T18:05:40+00:00

Weiterbildung Theatertherapie Ruhrgebiet

Schwerpunkt: klinisch/psychotherapeutische Theatertherapie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Der nächste Weiterbildungsgang startet im Oktober 2018.
Der Veranstaltungsort ist das Tagungshotel Georg, Stockumerstr. 35 in 58453 Witten.

Für nähere Informationen zu den Ausbildungen im Ruhrgebiet wenden Sie sich bitte an:
Bettina Stoltenhoff-Erdmann, Tel. 0177 7133000, E-Mail: bettina.stoltenhoff@dgft.de oder
Bettina Merschmeyer, Tel. 0170 540 9517, E-Mail: bmerschmeyer@aol.com

Detaillierte Beschreibung der Ziele, der Termine und der Grundstruktur der Weiterbildung:

Die Theatertherapie ist eine in den letzten 50 Jahren v.a. in den USA und England entwickelte künstlerische Therapieform. Sie stellt eine fruchtbare Verbindung zwischen den ursprünglichen Heilfunktionen des Theaters und den Verfahren moderner Psycho- und Sozialtherapien her.

Als künstlerische Therapie legt sie ihren Fokus auf kreative Prozesse, bei dem Zugänge zu vorhandenen Ressourcen gesucht werden. Gegenwartsbezogene und handlungsorientierte Aspekte sowie die therapeutische Beziehung stehen im Vordergrund.
Diese Weiterbildung legt ihren Schwerpunkt auf die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in klinischen und psychosozialen Arbeitsfeldern.
Sie richtet sich an Menschen, die in heilenden, künstlerischen und pädagogischen Berufen tätig sind und befähigt sie, Theatertherapie für Gruppen und Einzelne anzuwenden in
– psychiatrischen/psychotherapeutischen/psychosomatischen Einrichtungen und Kliniken
– sozialpädagogischen/psychosozialen Arbeitsfeldern
– freier Praxis

Dazu erwerben sie
– Elemente künstlerischen Theater-“Handwerks“: Körper-, Atem-, Stimm-, Sprach- und Textarbeit, Schauspieltechniken, Szenen- und Rollengestaltung, Inszenierungs- und Regie-Arbeit
– Grundlagen psychotherapeutischen Handwerks bzgl. Prozessbegleitung, Gruppendynamik, Intervention/Krisenintervention, Entwicklungs- und Heilungsmodellen, therapeutischer Beziehung und Haltung
– Grundlagenwissen bzgl. Diagnostik, Störungsbildern, Entwicklungspsychologie und Psychopathologie
– Theatertherapeutische Ansätze zur Erschließung und Erprobung neuer Perspektiven im Zusammenspiel von individueller Autonomie und Systemstrukturen

ARBEITSFELDER
Theatertherapie kann in klinischen und psychosozialen Feldern als Einzel-, Paar- und Gruppentherapie angewandt werden. Theatertherapeuten arbeiten z.B. in
– psychiatrischen/psychosomatischen/psychotherapeutischen Kliniken und Einrichtungen
– Suchteinrichtungen
– ambulanten und stationären Einrichtungen der Jugendhilfe
– Schulprojekten und Brennpunktschulen
– Justizvollzugsanstalten und Bewährungshilfe
– Frauenhäusern
– Beratungstellen
– Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe
– Hospizen
– den Bereichen Coaching, Teambildung, Organisations- und Managementberatung
– freier Praxis

ZIELGRUPPE
Diese berufsbegleitende Weiterbildung richtet sich an Menschen, die in heilenden, künstlerischen, pädagogischen Berufsfeldern oder in der Organisations- und Personalentwicklung tätig sind und die vielfältigen Ressourcen des Mediums Theater in ihren Arbeitsbereichen therapeutisch anwenden wollen, z.B. Ärzte/Ärztinnen, Therapeut(inn)en, Sozialpädagog(inn)en, Schauspieler(innen), Alten-/Gesundheitspflegerinnen, im Management Tätige u.a.

ZULASSUNGSSEMINAR
Das Zulassungsseminar bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, die Arbeitsweise der Theatertherapie kennenzulernen, um entscheiden zu können, ob diese Weiterbildung das Richtige für sie ist. Den Dozierenden dient das Zulassungswochenende dazu, die Teilnehmenden bei der Arbeit kennenzulernen, um Ihnen dann Rückmeldung geben zu können, ob wir unsrerseits eine Teilnahme an der Weiterbildung für sinnvoll erachten. Dazu ist vor allem die Klärung der Motivation wichtig und die Bereitschaft und Fähigkeit, sich auf therapeutische Prozesse und das Medium Theater einzulassen. Wenn die Teilnahme an einem der Zulassungsseminare nicht möglich ist, kann auch mit einem der Dozierenden ein Termin für ein Einzelkolloquium vereinbart werden.

TERMINE
Zulassungsseminare
07. − 08. April 2018 oder 30. Juni − 01. Juli 2018

Module
Modul 1: 24. − 29.10.2018
„Die Welt ist eine Bühne“ – Theater als Kartografie des inneren Raumes

Modul 2: 12. − 16.12.2018
Der Körper als Ausdrucks- und Prozessmedium in der Theatertherapie

Modul 3: 06 − 10.02.2019
Bindung und Spiel als Grundlagen menschlicher Entwicklung

Modul 4: 20. − 24.03.2019
Entwicklungsmodelle, soziale Beziehungsgefüge und persönliches Wachstum

Modul 5: 03. − 07.07.2019
Künstlerische Gestaltung und Aufführungsentwicklung als therapeutischer Prozess

Modul 6: 11. − 15.09.2019
Entwicklungsbegleitung von Kindern und Jugendlichen

Modul 7: 13. − 17.11.2019
Theatertherapeutische Methoden in der Behandlung I
Depression und Angsterkrankungen

Modul 8: 15. − 9.01.2020
Theatertherapeutische Methoden in der Behandlung II
Persönlichkeitsstörungen und Psychosomatik

Modul 9: 01. − 05.04.2020
Therapeutische Haltung und Identität

Modul 10: Sommerakademie − Juni 2020 (der genaue Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben)
Rituale und transpersonale Ansätze in der Theatertherapie

Modul 11: 26. − 30.08.2020
Theatertherapie mit spezifischen Zielgruppen
Medienabhängigkeit bei Kindern und Jugendlichen, Forensik, Gerontopsychiatrie u.a.

Modul 12: 04. − 08.11.2020
Theatertherapeutische Prozessgestaltung I
Trauma und Sucht

Modul 13: 27. − 31.01.2021
Theatertherapeutische Methoden in der Einzeltherapie

Modul 14: 24. − 28.03.2021
Theatertherapeutische Prozessgestaltung II
Therapieplanung und Reflektion therapeutischen Handelns

Modul 15: Sommerakademie − Juni 2021 (der genaue Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben)
Verschiedene Themen der Theatertherapie mit internationalen Fachdozenten

Modul 16: 25. − 29.08.2021
Persönliches Profil und Berufsimplementierung als TheatertherapeutIn

Modul 17: 13. − 17.10.2021
Anwendungsorientierte Supervision und Assessment

Modul 18: 24. − 28.11.2021
Anwendungsorientierte Supervision und Assessment

Praxisprojekt-Begleitung (Freitag – Sonntag):
Wochenende 1: 11. − 13.03.2022
Wochenende 2: 08. − 10.07.2022
Wochenende 3: 07. − 09.10.2022

Seminarzeiten:
Die Module beginnen jeweils am Mittwoch um 18 Uhr und enden am Sonntag um 14 Uhr.
Die Wochenenden beginnen am Freitag um 18 Uhr und enden am Sonntag um 14 Uhr.

STRUKTUR DER WEITERBILDUNG
Die 4-jährige Ausbildung umfasst 1.300 UE und besteht aus
– 17 Modulen, zwei dieser Module setzen sich zusammen aus der jährlich von der DGfT durchgeführten Sommerakademie,
einem 4-tägigen internationalen Symposium zu aktuellen Theatertherapieansätzen in Theorie und Praxis
– einem Abschlusskolloquium nach dem dritten Jahr
– einer Begleitung (3 Wochenenden) der Anwendungsphase im Praxisfeld im vierten Jahr
– selbstorganisierten regionalen Lern- und Intervisionsgruppen
– einem Praktikum und einer Hospitation in einem künstlerischen oder therapeutischen Arbeitsfeld

TEILNAHMEVORAUSSETZUNG
– Mindestalter 25 Jahre
– Abgeschlossene Berufsausbildung/Studium
– mind. 2-jährige Berufserfahrung
– mind. 60 Stunden Eigentherapie (können/sollen z. T. während der Ausbildungszeit absolviert werden)
– Teilnahme an einem der Zulassungsseminare oder einem Einzelkolloquium

ABSCHLUSS
Die Ausbildung wird abgeschlossen mit
– einem Kolloquium, bestehend aus einer praktischen Arbeitsdemonstration und einem anschließenden Gespräch
– einer schriftlichen Dokumentation und Reflexion zum Praxisfeld
Die TeilnehmerInnen erhalten ein Zertifikat von der Katholischen Hochschule Freiburg in Kooperation mit der DGfT, das den Abschluss als Künstlerischer Therapeut/Künstlerische Therapeutin/Theatertherapie bescheinigt.

KOSTEN
– 2.880 € Gebühr pro Jahr (ohne Supervision, Unterkunft und Verpflegung),
zahlbar in monatichen Raten innerhalb der drei Ausbildungsjahre; die Kosten für die drei Wochenenden der Praxisfeldphase im vierten Jahr sind darin enthalten
– 200 € Zulassungsseminar
– 200 € Prüfungsgebühr

VERANSTALTUNGSORT
Hotel Georg, Stockumer Str. 35, 58453 Witten
(ausgenommen die Sommerakademien, die an der Akademie der Kulturellen Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen im Remscheid stattfindet)

LEITUNGSTEAM
Ingrid Lutz
Bettina Merschmeyer
Wilhelm Seidel
Bettina Stoltenhoff-Erdmann
Jessica Williams-Ciemnyjewski

INHALTLICHE FRAGEN?
Bettina Stoltenhoff-Erdmann
Mobil: 0177 7133 000
E-Mail: bettinastoltenhoff@freenet.de

Bettina Merschmeyer
Mobil: 0170 540 9517
E-Mail: bmerschmeyer@aol.com

KONTAKT UND ANMELDUNG
Katholische Hochschule Freiburg
gemeinnützige GmbH
staatlich anerkannte Hochschule
IAF – Institut für Angewandte Forschung,
Entwicklung und Weiterbildung

Karlstraße 63, 79104 Freiburg
Telefon +49 (0)761 200-1451
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